Einheiten-Erfassungsbogen für den Katastrophenschutz Bayern
Bayern regelt den Katastrophenschutz anders als die meisten anderen Länder: Das Bayerische Katastrophenschutzgesetz (BayKSG) legt Zuständigkeiten und Pflichten fest, überlässt die konkrete Gliederung der Einheiten aber weitgehend den Landkreisen und kreisfreien Städten — es gibt keine landesweite Stärke- und Ausrüstungsnachweisung wie in anderen Bundesländern. Dieses kostenlose Online-Tool bringt trotzdem fertige Beispielbögen mit, abgeleitet aus zwei bayernweit standardisierten Konzepten: den Feuerwehr-Hilfeleistungskontingenten und den Schnell-Einsatz-Gruppen des Bayerischen Roten Kreuzes.
12 Beispielbögen aus zwei bayernweiten Konzepten
Statt einer Landesverordnung stehen zwei real dokumentierte, bayernweit standardisierte Konzepte Pate:
- Feuerwehr-Hilfeleistungskontingente — die Grundkomponenten Führung/Verbindung, Logistik, Unterkunft und Sanitätsdienst (baugleich in jedem Kontingenttyp), dazu die Spezialkomponenten Hochwasser/Pumpen, Sturmschaden/Dachsicherung und ABC-Abwehr sowie das eigenständige Wasserfördersystem Bayern — mit Stärke- und Fahrzeugangaben, wie sie die Freiwillige Feuerwehr München öffentlich dokumentiert.
- BRK-Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) — SEG San (Arzttrupp/Transporttrupp) und SEG Bt (Betreuungstrupp/ Verpflegungstrupp), dokumentiert im „Handbuch für Einsatzkräfte in den Bereitschaften" des Bayerischen Roten Kreuzes.
Gesamtstärke und Fahrzeugliste sind je Komponente aus diesen Quellen übernommen und beim Erzeugen der Bögen dagegen geprüft. Wo die Quellen nur die Gesamtstärke, aber keine Einzelrollen nennen, ist die Verteilung auf Funktionen ein plausibles Modell — im Feld „Sonstiges" jedes Bogens vermerkt.
Warum keine Landesverordnung wie in anderen Ländern
Anders als z. B. Thüringen (ThürKatSVO) oder Baden-Württemberg (VwV KatSD) kennt Bayern keine landesweit verbindliche Stärke- und Ausrüstungsnachweisung je KatS-Teileinheit. Statt Zahlen zu erfinden, greift diese Vorlage auf die beiden oben genannten Konzepte zurück, die tatsächlich mit realen Personen- und Fahrzeugangaben öffentlich dokumentiert sind — auch wenn sie kein Pendant zu einer Landesverordnung sind.
Kräfteerfassung im Verband
Rücken mehrere Komponenten gemeinsam aus, sammelt die Kontingent- oder Verbandsführung die einzelnen Bögen in der App unter einem Einsatz: Die Stärken werden laufend summiert, der Verband meldet geschlossen weiter — als Sammel-PDF, Datei oder QR-Code. Dieselbe Funktion trägt den Meldekopf am Bereitstellungsraum.
Gemacht für den Ausfall der Infrastruktur
Katastrophenschutz heißt: Es ist mit dem Ausfall von Strom, Mobilfunk und Internet zu rechnen. Die App arbeitet nach dem ersten Aufruf vollständig offline, speichert ausschließlich lokal auf dem Gerät und übergibt Bögen per QR-Code von Bildschirm zu Kamera — ohne Server, ohne Kopplung, ohne Netz.
Wo Namen und Erreichbarkeiten bleiben
Die Personendaten deiner Einsatzkräfte stehen im lokalen Speicher deines Geräts: kein Server, kein Konto, keine Cloud. Ein Bogen verlässt das Gerät nur, wenn du ihn selbst weitergibst — als PDF, als Datei, als QR-Code oder als Link. Welche Einträge gespeichert werden und welche Verbindungen die Anwendung von sich aus aufbaut, ist unter Open Source und Datenschutz vollständig aufgeführt.
Häufige Fragen zum Katastrophenschutz Bayern
Sind die Katastrophenschutz-Vorlagen für Bayern amtlich?
Nein — sie sind aus öffentlich zugänglichen, bayernweit standardisierten Konzepten abgeleitet, aber kein amtliches Dokument und keine Landesverordnung. Maßgeblich bleiben die Vorgaben der jeweils zuständigen Landkreise und kreisfreien Städte; deshalb kannst du jede Vorbelegung frei anpassen.
Warum sind es für Bayern nur 12 Bögen, viel weniger als in anderen Ländern?
Weil es in Bayern — anders als in den anderen acht Ländern dieser Übersicht — keine landesweite Verordnung mit Teileinheiten-Gliederung gibt. Die 12 Bögen bilden die real dokumentierten Komponenten der Feuerwehr-Hilfeleistungskontingente und der BRK-Schnell-Einsatz-Gruppen ab, mehr Struktur ist auf Landesebene nicht öffentlich belegt.
Woher kommen die Funkrufnamen der Bayern-Vorlagen?
Ein bayerisches Funkrufnamenverzeichnis mit amtlichen Fahrzeug-Kennzahlen war nicht auffindbar. Wie bei Thüringen wird deshalb die bundesweite OPTA-Systematik der BDBOS analog angewendet; die Kennzahlen sind plausibel, aber nicht amtlich belegt.
Wo bleiben die Personendaten der Einsatzkräfte?
Auf deinem Gerät. Es gibt keinen Server, keine Cloud und keine Konten; weitergegeben wird nur, was du selbst als PDF, Datei, QR-Code oder Link übergibst — nachzulesen in der Datenschutzerklärung. Namen sind ohnehin optional: Für die Stärkemeldung genügen die Zahlen.
Was kostet die App?
Nichts. Die App ist freie Software unter der EUPL-1.2 — kostenlos, ohne Konto, ohne Bezahlschranke und ohne Werbung; der Quellcode liegt offen auf GitHub.
Kostenlos, ohne Anmeldung, alle Daten bleiben auf deinem Gerät.
Andere Bundesländer
Weitere Landesvorlagen liegen für Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Thüringen bereit — eine Übersicht gibt die Seite Katastrophenschutz der Länder. Fehlt deins, kannst du jeden Bogen frei ausfüllen und selbst als Vorlage speichern.