Einheiten-Erfassungsbogen: Vorlage, Aufbau und Blanko-PDF
Der Einheiten-Erfassungsbogen ist das Formular, mit dem eine eintreffende Einheit am Meldekopf oder im Bereitstellungsraum erfasst wird: wer ist da, in welcher Stärke, mit welchen Fahrzeugen, und was wird sofort gebraucht. Diese Seite beschreibt, welche Felder dazugehören — und wie sich der Bogen leer ausdrucken oder gleich am Gerät ausfüllen lässt.
Wofür der Bogen gebraucht wird
Bei jeder überörtlichen Hilfeleistung steht am Anfang dieselbe Frage: Welche Kräfte sind eingetroffen? Der Erfassungsbogen beantwortet sie in einer Form, die sich stapeln und aufsummieren lässt. Er dient dem Meldekopf als Eingang, dem Zug- oder Verbandsführer als Nachweis der unterstellten Einheiten und der Führungsstelle als Grundlage für Verpflegung, Unterkunft und Kraftstoff. Verwendet wird er von Feuerwehr, THW, den Hilfsorganisationen (DRK, Johanniter, Malteser, ASB, DLRG), dem Rettungsdienst, der Polizei und den Katastrophenschutz-Einheiten der Länder.
Welche Felder der Bogen enthält
| Abschnitt | Angaben |
|---|---|
| Einheit | Organisation, Einheitstyp (THW: „FGr N“, Feuerwehr: „Löschzug“, DRK: „SEG Sanität“ …), Standort und die übergeordneten Ebenen — Ortsverband, Bezirk, Landesverband bzw. Gemeinde, Kreis, Land. Dazu Erreichbarkeiten der Führungskraft. |
| Einsatz | Einsatzstichwort und Auftrag, Einsatzort, vorgesehener Einsatzzeitraum (von / bis) sowie der Zeitpunkt des Eintreffens und der Abmeldung. |
| Personal und Stärke | Die Stärkemeldung in der gewohnten Form Führer / Unterführer / Mannschaft / Gesamt, z. B. 0/3/17/20. Wahlweise nur diese vier Zahlen oder namentlich mit Funktion, Fahrerlaubnis und Zusatzqualifikationen. |
| Fahrzeuge | Fahrzeugtyp, Funkrufname und amtliches Kennzeichen. Im PDF steht jedes Fahrzeug mit seinem taktischen Zeichen nach DV 102. |
| Sofortbedarf | Zu verpflegende Personen (mit vegetarischem und veganem Anteil), Kraftstoff nach Diesel, Benzin und Gemisch in Litern, Bedarf an Unterbringung sowie ein Vermerk, ob Ruhezeit erforderlich ist. |
| Sonstiges | Freitext für Besonderheiten — etwa Abweichungen von der Soll-Ausstattung oder mitgeführtes Sondermaterial. Dazu der Absender, damit die Gegenstelle bei Rückfragen weiß, an wen sie sich wendet. |
Leeren Bogen als PDF ausdrucken
Wer den Bogen auf Papier braucht — als Vordruck im Fahrzeug oder als Reserve im Meldekopf —, erzeugt ihn in der App und druckt ihn aus: Bogen öffnen, die Felder überspringen und das PDF ausgeben. Es folgt dem gewohnten Papier-Layout und lässt sich unverändert in den Papierlauf geben.
Bewusst liegt hier kein fertiges Blanko-PDF zum Herunterladen: Der Ausdruck entsteht immer aus dem aktuellen Layout, sodass eine Datei aus dem Netz nicht still veralten kann. Der Umweg über die App kostet einen Klick — und wer sie einmal geöffnet hat, merkt meist, dass Ausfüllen am Gerät schneller geht als Abschreiben.
Vorbelegte Vorlagen statt leerem Blatt
Für viele Einheiten muss gar nichts mehr getippt werden. Die App bringt über 200 fertige Beispielbögen mit, jeweils mit den Fahrzeugen und der Stärke, die für diese Einheit vorgesehen sind:
- THW — Fachgruppen und Technische Züge mit ihren StAN-Fahrzeugen und Funkrufnamen nach der Taschenkarte.
- Katastrophenschutz der Länder — die Einheiten aus den Verordnungen von Niedersachsen, Thüringen, Sachsen und Brandenburg.
- DLRG — Wasserrettungszüge mit Boots-, Tauch- und Strömungsrettergruppen.
- Feuerwehr und Hilfsorganisationen — Einheitsbezeichnungen, Dienstgrade und Funkrufnamen passen sich der gewählten Organisation an.
Ein einmal ausgefüllter Bogen lässt sich zudem als eigene Vorlage sichern und beim nächsten Einsatz in Sekunden wieder aufrufen; angepasst wird dann nur, was sich geändert hat.
Weitergabe ohne Internet
Auf der letzten PDF-Seite steht ein QR-Code, der den kompletten Bogen in komprimierter Form enthält — nicht bloß einen Link auf eine Serverkopie. Der Meldekopf scannt ihn und hat die Einheit sofort in seiner Sammlung, ohne Netz und ohne Kopplung der Geräte. Wie das im Einzelnen abläuft, steht in der Anleitung.