Einheiten-Erfassungsbogen für den Katastrophenschutz
Die Katastrophenschutz-Einheiten der Länder sind auf dem Papier genau beschrieben: Verordnungen und Erlasse legen fest, welche Züge und Teileinheiten es gibt, wer sie trägt und wie sie funken. Im Einsatz muss genau diese Gliederung als Stärkemeldung beim Meldekopf ankommen. Dieses kostenlose Online-Tool bringt die Aufstellungen mehrerer Bundesländer bereits mit — als fertige Beispielbögen, die sich laden, anpassen und per QR-Code ohne Internet übergeben lassen.
Landesvorlagen: rund 120 fertige Bögen
Für vier Bundesländer sind die KatS-Einheiten als Beispielbögen hinterlegt, jeweils abgeleitet aus den öffentlichen Regelwerken des Landes — mit Träger, Teileinheiten, Stärken und Funkrufnamen:
| Bundesland | Inhalt |
|---|---|
| Niedersachsen | 33 Bögen: die KatS-Einheiten samt Teileinheiten und dem jeweiligen Träger (Feuerwehr, Hilfsorganisationen) |
| Sachsen | 33 Bögen nach der SächsKatSVO, Funkrufnamen nach den sächsischen Richtlinien |
| Brandenburg | 8 Bögen — die KatSV des Landes regelt Einheiten, aber keine Fahrzeugtypen und Teileinheiten im Detail |
| Thüringen | 45 Bögen aus den Gliederungen der ThürKatSVO, mit Summenprüfung je Verband |
In der App finden sich die Bögen in der Fußzeile unter „Beispielbögen", geordnet nach Bundesland und Einheit. Jeder Bogen ist ein Startpunkt: Standort, tatsächliche Besetzung und Abweichungen werden angepasst, dann als eigene Vorlage gespeichert. Weitere Länder folgen — Wünsche und Korrekturen gern über GitHub.
Kräfteerfassung im Verband
KatS-Einheiten rücken selten allein aus. Zug- und Verbandsführer sammeln die Bögen ihrer Einheiten in der App unter einem Einsatz: Die Stärken werden laufend summiert, mit Zwischensummen je Zug, und der ganze Verband meldet geschlossen weiter — als Sammel-PDF, Datei oder QR-Code. Dieselbe Funktion trägt den Meldekopf am Bereitstellungsraum, wenn Einheiten verschiedener Träger eintreffen.
Gemacht für den Ausfall der Infrastruktur
Katastrophenschutz heißt: Es ist damit zu rechnen, dass Strom, Mobilfunk und Internet fehlen. Deshalb arbeitet die App nach dem ersten Aufruf vollständig offline, speichert ausschließlich lokal und übergibt Bögen per QR-Code von Bildschirm zu Kamera — ohne Server, ohne Kopplung, ohne Netz. Warum dabei trotzdem niemand auf das gewohnte Papier verzichten muss, zeigt der Vergleich Papier oder digital?
Häufige Fragen zum Katastrophenschutz
Mein Bundesland fehlt — kann ich die App trotzdem nutzen?
Ja. Jeder Bogen lässt sich frei ausfüllen und als eigene Vorlage speichern; die Landesvorlagen sind Komfort, keine Voraussetzung. Und wer die Aufstellung seines Landes beisteuern möchte: Der Generator dafür ist Open Source.
Sind die Vorlagen amtlich?
Nein — sie sind aus den öffentlich zugänglichen Verordnungen und Erlassen der Länder abgeleitet und sorgfältig geprüft, aber kein amtliches Dokument. Maßgeblich bleibt die jeweilige Landesregelung; jede Vorbelegung lässt sich deshalb frei anpassen.
Welche Organisationen deckt der Bogen ab?
Alle BOS und Hilfsorganisationen: Feuerwehr, THW, DRK, Johanniter, Malteser, ASB, DLRG, Rettungsdienst, Polizei und Bundeswehr. Eigene Einstiege gibt es für das THW, die Feuerwehr, die DLRG, das DRK, die Johanniter, die Malteser und den ASB.