Einheiten-Erfassungsbogen für den Katastrophenschutz
Die Katastrophenschutz-Einheiten der Länder sind auf dem Papier genau beschrieben: Verordnungen und Erlasse legen fest, welche Züge und Teileinheiten es gibt, wer sie trägt und wie sie funken. Im Einsatz muss genau diese Gliederung als Stärkemeldung beim Meldekopf ankommen. Dieses kostenlose Online-Tool bringt die Aufstellungen mehrerer Bundesländer bereits mit — als fertige Beispielbögen, die du lädst, anpasst und per QR-Code ohne Internet übergibst.
Landesvorlagen: rund 290 fertige Bögen
Für zwölf Bundesländer sind die KatS-Einheiten als Beispielbögen hinterlegt, jeweils abgeleitet aus den öffentlichen Regelwerken des Landes — mit Träger, Teileinheiten, Stärken und Funkrufnamen:
Thüringen 45 Bögen · Hessen 38 Bögen · Rheinland-Pfalz 37 Bögen · Niedersachsen 33 Bögen · Sachsen 33 Bögen · Mecklenburg-Vorpommern 28 Bögen · Berlin 18 Bögen · Baden-Württemberg 14 Bögen · Nordrhein-Westfalen 13 Bögen · Saarland 13 Bögen · Bayern 12 Bögen · Brandenburg 8 Bögen
Was in den einzelnen Landesvorlagen steckt
| Bundesland | Inhalt |
|---|---|
| Niedersachsen | 33 Bögen: die KatS-Einheiten samt Teileinheiten und dem jeweiligen Träger (Feuerwehr, Hilfsorganisationen) |
| Sachsen | 33 Bögen nach der SächsKatSVO, Funkrufnamen nach den sächsischen Richtlinien |
| Brandenburg | 8 Bögen — die KatSV des Landes regelt Einheiten, aber keine Fahrzeugtypen und Teileinheiten im Detail |
| Thüringen | 45 Bögen aus den Gliederungen der ThürKatSVO, mit Summenprüfung je Verband |
| Baden-Württemberg | 14 Bögen nach der VwV KatSD — Führungs-, Brandschutz-, Sanitäts-, Wasserrettungs- und Veterinärzüge als geschlossene Einheiten |
| Rheinland-Pfalz | 37 Bögen — Fähigkeitsmodule nach der KatS-LVO 2025 und der verbindlichen Handlungsanweisung des LfBK dazu |
| Mecklenburg-Vorpommern | 28 Bögen nach den Grundstrukturen des LPBK M-V, über alle acht unteren KatS-Behörden gestreut |
| Hessen | 38 Bögen nach dem Konzept „Katastrophenschutz in Hessen", Fahrzeugkennzahlen amtlich nach dem Funkrufnamenkatalog |
| Bayern | 12 Bögen — Feuerwehr-Hilfeleistungskontingente und BRK-Schnell-Einsatz-Gruppen statt Landesverordnung, da Bayern keine landesweite KatS-StAN kennt |
| Berlin | 18 Bögen nach der KatSD-VO — ABC-, Betreuungs-, Brandschutz- und Sanitätsdienst (BHP 25, PTZ 10, BTP 500), landesweite Stückzahlen statt Landkreisen |
| Nordrhein-Westfalen | 13 Bögen nach dem Landeskonzept VüH-SanBt NRW — Einsatzeinheit NRW und Behandlungsplatz 50 NRW, statt einer Verordnung mit Anlage |
| Saarland | 13 Bögen — DRK-Sanitäts- und Betreuungsdienst (BHP 5/10/25, Patiententransportkomponenten, BTP 200/500) statt Landesverordnung, da die KatOrgVO keine Stärke-/Fahrzeugzahlen selbst regelt |
In der App findest du die Bögen in der Fußzeile unter „Beispielbögen", geordnet nach Bundesland und Einheit. Jeder Bogen ist ein Startpunkt: Du passt Standort, tatsächliche Besetzung und Abweichungen an und speicherst ihn als eigene Vorlage. Weitere Länder folgen — Wünsche und Korrekturen gern über GitHub.
Kräfteerfassung im Verband
KatS-Einheiten rücken selten allein aus. Zug- und Verbandsführer sammeln die Bögen ihrer Einheiten in der App unter einem Einsatz: Die Stärken werden laufend summiert, mit Zwischensummen je Zug, und der ganze Verband meldet geschlossen weiter — als Sammel-PDF, Datei oder QR-Code. Dieselbe Funktion trägt den Meldekopf am Bereitstellungsraum, wenn Einheiten verschiedener Träger eintreffen.
Für die Übung: auch den Sprechfunk
Geübt wird häufiger als eingesetzt, und in Schritt 2 kennzeichnest du einen Bogen ausdrücklich als Übung, damit niemand ihn für eine echte Meldung hält. Erfasst du die Kräfte einer KatS-Übung, brauchst du meist auch den Funkverkehr dazu — dafür gibt es vom selben Autor den Sprechfunk-Übungsgenerator: Er verteilt vorgefertigte Funksprüche auf die Teilnehmer, druckt Meldevordruck und Nachrichtenvordruck als PDF aus und begleitet die Übung danach live mit Fortschritt und Funklast für die Übungsleitung. Auch er ist kostenlos, braucht keine Anmeldung und liegt als Open Source unter der EUPL-1.2 offen.
Gemacht für den Ausfall der Infrastruktur
Katastrophenschutz heißt: Es ist damit zu rechnen, dass Strom, Mobilfunk und Internet fehlen. Deshalb arbeitet die App nach dem ersten Aufruf vollständig offline, speichert ausschließlich lokal und übergibt Bögen per QR-Code von Bildschirm zu Kamera — ohne Server, ohne Kopplung, ohne Netz. Warum du dabei trotzdem nicht auf das gewohnte Papier verzichten musst, zeigt der Vergleich Papier oder digital?
Wo Namen und Erreichbarkeiten bleiben
Die Personendaten deiner Einsatzkräfte stehen im lokalen Speicher deines Geräts: kein Server, kein Konto, keine Cloud. Ein Bogen verlässt das Gerät nur, wenn du ihn selbst weitergibst — als PDF, als Datei, als QR-Code oder als Link. Welche Einträge gespeichert werden und welche Verbindungen die Anwendung von sich aus aufbaut, ist unter Open Source und Datenschutz vollständig aufgeführt.
Katastrophenschutz-Bogen ausfüllen
Häufige Fragen zum Katastrophenschutz
Sind die Katastrophenschutz-Vorlagen amtlich?
Nein — sie sind aus den öffentlich zugänglichen Verordnungen und Erlassen der Länder abgeleitet und sorgfältig geprüft, aber kein amtliches Dokument. Maßgeblich bleibt die jeweilige Landesregelung; deshalb kannst du jede Vorbelegung frei anpassen.
Mein Bundesland fehlt — kann ich die App trotzdem nutzen?
Ja. Du kannst jeden Bogen frei ausfüllen und als eigene Vorlage speichern; die Landesvorlagen sind Komfort, keine Voraussetzung. Und wenn du die Aufstellung deines Landes beisteuern möchtest: Der Generator dafür ist Open Source.
Welche Organisationen deckt der Bogen ab?
Alle BOS und Hilfsorganisationen: Feuerwehr, THW, DRK, Johanniter, Malteser, ASB, DLRG, Rettungsdienst, Polizei und Bundeswehr. Eigene Einstiege gibt es für das THW, die Feuerwehr, die DLRG, das DRK, die Johanniter, die Malteser und den ASB.
Wo bleiben die Personendaten der Einsatzkräfte?
Auf deinem Gerät. Es gibt keinen Server, keine Cloud und keine Konten; weitergegeben wird nur, was du selbst als PDF, Datei, QR-Code oder Link übergibst — nachzulesen in der Datenschutzerklärung. Namen sind ohnehin optional: Für die Stärkemeldung genügen die Zahlen.
Was kostet die App?
Nichts. Die App ist freie Software unter der EUPL-1.2 — kostenlos, ohne Konto, ohne Bezahlschranke und ohne Werbung; der Quellcode liegt offen auf GitHub.
Kostenlos, ohne Anmeldung, alle Daten bleiben auf deinem Gerät.