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Digitaler Einheiten-Erfassungsbogen für die Feuerwehr

Taktisches Zeichen eines Löschzuges der Feuerwehr.
Taktisches Zeichen „Löschzug“. Quelle: Zeichensammlung jonas-koeritz/Taktische-Zeichen von Jonas Köritz, CC BY 4.0, bearbeitet und im Programm eingebacken.

Ob eine Bereitschaft des Landkreises auf dem Marsch ist, ein Zug in der überörtlichen Hilfe oder Ortswehr im Hochwassereinsatz: Am Bereitstellungsraum zählt, dass die Stärkemeldung schnell, leserlich und vollständig ankommt. Dieser Bogen erfasst dafür die Kräfte einer Einheit — Einsatzkräfte mit Stärke und Funktion, Fahrzeuge mit Funkrufnamen, Auftrag und Bedarf. Du füllst ihn am Bildschirm aus statt auf der Motorhaube, druckst das gewohnte Papierformular und gibst den kompletten Bogen am Meldekopf per QR-Code weiter — ganz ohne Internet.

Zur Klarstellung, weil „Erfassungsbogen Feuerwehr" vieles heißen kann: Hier geht es um die Kräfteerfassung von Einsatzkräften und Einheiten — nicht um Objekt- oder Gefahrenerfassungsbögen für Gebäude, nicht um Brandverhütungsschau, nicht um Verwaltungs- oder Mitgliederformulare. Der Einheiten-Erfassungsbogen — häufig auch zusammengeschrieben als Einheitenerfassungsbogen bezeichnet — dient der strukturierten Erfassung von Einheiten, Stärke und Einsatzmitteln; wie das im Einzelnen abläuft, beschreibt die Stärkemeldung der Feuerwehr.

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Löschfahrzeug Mercedes-Benz 1224 AF der Feuerwehr Lichtental.
Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Lichtental. Foto: H. Zell, Lizenz CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.

Stärkemeldung, wie die Feuerwehr sie meldet

Gezählt wird in der gewohnten Gliederung Führer / Unterführer / Mannschaft / Gesamtstärke. Namen und Funktionen (Zugführer, Gruppenführer, Atemschutzgeräteträger …) kannst du erfassen, Pflicht sind sie für die Meldung nicht. Als Feuerwehr wählst du deine Organisation zu Beginn aus; die Gliederungsebenen darüber heißen dann Gemeinde/Stadt, Landkreis oder kreisfreie Stadt, Bezirk und Land — statt THW-Ebenen wie Ortsverband und Landesverband. Einheitsbezeichnung, Funktionen und Fahrzeugtypen trägst du frei ein, so wie sie bei euch heißen; ein geschlossenes Feuerwehr-Vokabular gibt die App bewusst nicht vor, weil Bezeichnungen und Gliederung Landesrecht sind und sich von Land zu Land unterscheiden.

Fahrzeuge mit taktischen Zeichen nach DV 102

LF, TLF, DLK, ELW, GW-L: Du erfasst Fahrzeuge mit Kennzeichen und Funkrufname — Kennwort „Florian", Standort und Kennzahlen so, wie ihr sie funkt. Im PDF erscheinen sie mit ihrem taktischen Zeichen nach DV 102 — der Bogen sieht aus wie vom Zeichenbrett, nicht wie ein Ausdruck aus der Tabellenkalkulation. Welche Felder der Bogen insgesamt enthält, zeigt die Übersicht über Vorlage und Aufbau.

Fertige Bögen für Feuerwehr- und Katastrophenschutz-Einheiten

Für die taktischen Einheiten der niedersächsischen Feuerwehrverordnung — Trupp, Staffel, Gruppe, Zug und die Ortsfeuerwehr-Arten — liegen fertige Beispielbögen bei, die du als Vorlage über deinen Bogen legen kannst. Ebenso für die Katastrophenschutz-Einheiten mehrerer Bundesländer, darunter viele Brandschutz- und Löschzüge, abgeleitet aus den jeweiligen Landesregelungen samt Teileinheiten und Funkrufnamen. Einmal geladen, passt du nur noch an, was vor Ort abweicht; Details auf der Seite Katastrophenschutz der Länder. Deinen eigenen Bogen kannst du zudem als Vorlage speichern — bei der nächsten Alarmübung musterst du nur, statt neu zu tippen.

Vom Alarm bis zur Kräfteübersicht

Bei der überörtlichen Hilfe — etwa wenn ein Landkreis seine Bereitschaft zusammenzieht, je nach Land Kreisbereitschaft oder Kreisfeuerwehrbereitschaft genannt — läuft es meist so ab:

  1. Alarmierung. Die Einheit wird alarmiert und sammelt am Gerätehaus; der Einheitsführer öffnet den Bogen auf dem Diensthandy und lädt seine Vorlage.
  2. Stärke erfassen. Wer ausrückt, bleibt stehen, wer fehlt, wird gestrichen; Führer, Unterführer und Mannschaft summieren sich laufend zur Gesamtstärke. Dazu die Fahrzeuge, die tatsächlich besetzt sind, mit ihren Funkrufnamen.
  3. Marsch und Bereitstellungsraum. Beim Eintreffen im Bereitstellungsraum wird der Bogen gemeldet: PDF ausgedruckt übergeben oder den QR-Code direkt vom Bildschirm scannen lassen.
  4. Kräfteübersicht am Meldekopf. Der Meldekopf sammelt die eingetroffenen Einheiten unter einem Einsatz und hat Stärke, Fahrzeuge und Bedarf summiert vorliegen — die Grundlage für Einteilung und Weitermeldung an die nächste Führungsstelle.

Übergabe am Bereitstellungsraum: scannen statt stapeln

Der QR-Code auf der letzten PDF-Seite enthält den vollständigen Bogen. Die Führungsstelle scannt ihn und hat Stärke, Fahrzeuge und Bedarf sofort im eigenen Gerät — ohne Funknetz, ohne Server. Wie daraus eine laufend summierte Übersicht über alle eingetroffenen Einheiten wird, zeigt die Kräfteerfassung im Bereitstellungsraum.

Feuerwehr-Erfassungsbogen digital auf dem Smartphone: ausgefüllter Bogen einer Löschgruppe mit Stärke 0/1/8/9 und Übergabe-Aktionen in der Gesamtübersicht.
Ein ausgefüllter Löschgruppen-Bogen auf dem Diensthandy: zum Home-Bildschirm hinzufügen, danach arbeitet die App ohne Netz.
Löschgruppenfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Reinsfeld, Verbandsgemeinde Hermeskeil.
Löschgruppenfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Reinsfeld. Foto: Alf van Beem, Lizenz CC0, Wikimedia Commons.

Wo Namen und Erreichbarkeiten bleiben

Die Personendaten deiner Einsatzkräfte stehen im lokalen Speicher deines Geräts: kein Server, kein Konto, keine Cloud. Ein Bogen verlässt das Gerät nur, wenn du ihn selbst weitergibst — als PDF, als Datei, als QR-Code oder als Link. Welche Einträge gespeichert werden und welche Verbindungen die Anwendung von sich aus aufbaut, ist unter Open Source und Datenschutz vollständig aufgeführt.

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Häufige Fragen zur Feuerwehr

Wo landen die Daten der Einsatzkräfte?

Auf deinem Gerät. Es gibt keinen Server, keine Cloud und keine Konten; weitergegeben wird nur, was du selbst als PDF, Datei, QR-Code oder Link übergibst — nachzulesen in der Datenschutzerklärung. Namen sind ohnehin optional: Für die Stärkemeldung genügen die Zahlen.

Was sage ich unserem Datenschutzbeauftragten?

Am besten die beiden Seiten, die er ohnehin sehen will: Die Datenschutzerklärung nennt Verantwortlichen, Rechtsgrundlagen und Betroffenenrechte, Open Source und Technik führt jeden Speicherort und jede Verbindung der Anwendung einzeln auf. Kurzfassung: Bogendaten bleiben im lokalen Speicher des Geräts; für die Geräte selbst und die dort gespeicherten Daten ist die einsetzende Stelle verantwortlich.

Was kostet die App — und wer steckt dahinter?

Nichts. Die App ist freie Software unter der EUPL-1.2 — kostenlos, ohne Konto, ohne Bezahlschranke und ohne Werbung; der Quellcode liegt offen auf GitHub. Geschrieben hat sie ein ehrenamtlicher Helfer für die eigene Einheit.

Ersetzt das unser Papierformular?

Es erzeugt das Papierformular: Das PDF folgt dem gewohnten Layout des Einheiten-Erfassungsbogens, du kannst es unverändert in den Papierlauf geben. Der QR-Code macht dasselbe Blatt zusätzlich maschinenlesbar — mehr dazu im Vergleich Papier oder digital?

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