Meldekopf digital: Kräfteerfassung ohne Internet
Am Meldekopf entscheidet sich, ob eine Lage führbar ist: Hier treffen die Einheiten ein, hier entsteht das Bild, wer mit welcher Stärke und welchem Bedarf bereitsteht. Auf Papier heißt das: Bögen stapeln, Stärken mit dem Taschenrechner addieren, bei jeder Neumeldung von vorn. Diese App macht daraus einen Scan — und sie tut das bewusst ohne Server, ohne Anmeldung und ohne Internet, denn genau darauf ist am Bereitstellungsraum kein Verlass.
Einsatz-Sammlung in der App öffnen
Eintreffende Einheiten erfassen — auf vier Wegen
- QR-Code scannen: Bringt die Einheit einen Bogen aus dieser App mit (auf Papier oder auf dem Bildschirm), genügt ein Scan — der komplette Bogen steckt im Code, nicht bloß ein Link.
- Aus Datei oder PDF laden: Auch per Datei übergebene Bögen und die PDF-Ausgaben der App lassen sich direkt einlesen.
- Am Tablet schnell erfassen: Kommt eine Einheit ohne Bogen, reichen wenige Minuten — Stärke über große Touch-Zähler, Führungskraft, Fahrzeuge, fertig.
- Aus dem offenen Bogen übernehmen: Ein gerade ausgefüllter Bogen wandert mit einem Klick in die Einsatz-Sammlung.
Stärke und Bedarf: immer aktuell summiert
Die App zählt Führer, Unterführer, Mannschaft und Gesamtstärke über alle anwesenden Einheiten laufend zusammen und bildet Zwischensummen je Zug — die Frage „Wie viele Kräfte stehen bereit?" ist damit jederzeit ohne Rechnen beantwortet. Auch der Sofortbedarf (Verpflegung, Unterkunft, Kraftstoff, Material) wird über alle Einheiten gesammelt statt in zwanzig Einzelbögen zu stecken.
Folgemeldungen und Schichtübergabe
Meldet sich eine Einheit erneut — neue Schicht, geänderte Stärke, abgemeldetes Fahrzeug —, zeigt die App den Unterschied zur letzten Meldung: Stärke 12 → 9, Fahrzeug abgemeldet, Ruhezeit jetzt nötig. Tägliche Neumeldungen werden als Historie gestapelt, nichts wird überschrieben. Die Sammel-PDF beginnt mit genau dieser Übersicht, eine Zeile je Einheit — das ist die Schichtübergabe auf einem Blatt.
Weitergabe an die nächste Führungsstelle
Der gesamte Einsatz lässt sich als Sammel-PDF drucken oder als Datei weitergeben; die Tabellen können auch als CSV exportiert und in der Stabsarbeit weiterverarbeitet werden. Wer prüfen will, woher ein Bogen stammt: Bögen können mit einer Ed25519-Signatur versehen werden, und freiwillige Absenderangaben machen Rückfragen möglich.
So läuft es am Meldekopf
- Auf dem Tablet einen neuen Einsatz (oder eine Übung) anlegen.
- Eintreffende Einheiten scannen oder in Minuten manuell erfassen.
- Stärke- und Bedarfs-Summen laufend ablesen; Folgemeldungen ersetzen die alte Meldung nicht, sondern zeigen die Änderung.
- Sammel-PDF oder Datei an die nächste Führungsstelle geben.
Für die meldenden Einheiten gibt es passende Einstiege mit Vorbelegungen: THW, Feuerwehr, DLRG und der Katastrophenschutz der Länder.
Häufige Fragen
Braucht der Meldekopf dafür Internet?
Nein. Die Übernahme per QR-Code funktioniert vollständig offline, und die App selbst arbeitet nach dem ersten Aufruf ohne Netz weiter. Es gibt keinen Server, auf dem der Einsatz liegt — alles bleibt auf dem Tablet.
Was passiert, wenn dieselbe Einheit zweimal gescannt wird?
Die App erkennt die Einheit wieder und behandelt den Scan als neue Meldung derselben Einheit: Die Historie wächst, die Summen stimmen — es entstehen keine Doppelzählungen.
Können mehrere Einsätze gleichzeitig geführt werden?
Ja. Einsätze und Übungen werden getrennt geführt; jede Sammlung hat ihre eigenen Einheiten, Summen und Historien und lässt sich einzeln als PDF oder Datei weitergeben.