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THW Einheiten-Erfassungsbogen digital ausfüllen

Logo der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW).
Logo des THW. Quelle: Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Wikimedia Commons (gemeinfrei).

Rückt ein Ortsverband zum Einsatz aus, will die Führungsstelle als Erstes wissen: Wer ist da, mit welcher Stärke, mit welchen Fahrzeugen, was wird gebraucht? Genau das hält der THW-Erfassungsbogen fest — und diese App ist das kostenlose Werkzeug, um ihn digital auszufüllen: Du erfasst die Stärkemeldung, die Fahrzeuge mit ihren Funkrufnamen und den Einsatzauftrag am Bildschirm statt auf der Motorhaube, druckst daraus ein PDF im gewohnten Layout und gibst den Bogen am Meldekopf per QR-Code weiter — offline, ohne Anmeldung.

Der Einheiten-Erfassungsbogen — häufig auch zusammengeschrieben als Einheitenerfassungsbogen bezeichnet — dient der strukturierten Erfassung von Einheiten, Stärke und Einsatzmitteln. Welche Felder er enthält und wie er aufgebaut ist, zeigt der THW-Erfassungsbogen als Vorlage; wie die einzelnen Bögen anschließend zusammenlaufen, beschreibt die Kräfteerfassung am Meldekopf. Zugeschnitten ist die App auf das THW mit seinen Ortsverbänden, Zügen und Fachgruppen — und gebaut für den Fall, dass am Bereitstellungsraum weder WLAN noch Mobilfunk verfügbar sind.

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Gerätekraftwagen (GKW) des THW-Ortsverbands Radolfzell, Mercedes-Benz Axor.
Gerätekraftwagen (GKW) des THW-Ortsverbands Radolfzell. Foto: Chefkoch, Lizenz CC BY 3.0, Wikimedia Commons.

Vorbelegt statt abgetippt: StAN, Funkrufnamen, Fachgruppen

Der größte Zeitfresser beim Ausfüllen ist das Abtippen dessen, was ohnehin feststeht. Deshalb bringt die App Vorbelegungen für das THW mit — du bestätigst, statt zu tippen:

Einen einmal ausgefüllten Bogen speicherst du als eigene Vorlage. Beim nächsten Einsatz oder zur Übung musterst du nur noch: Wer nicht mitfährt, wird gestrichen — der Rest stimmt schon.

Wie das für eine einzelne Teileinheit konkret aussieht — Stärke, Typen, Einsatzmittel und Funkrufname im Detail —, zeigen die Seiten zur Fachgruppe Räumen, zur Fachgruppe Notversorgung/Notinstandsetzung und zur Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen.

Stärkemeldung in gewohnter Form

Die Stärke wird gezählt, wie sie gemeldet wird: Führer, Unterführer, Mannschaft, Gesamt. Namen und Funktionen kannst du erfassen, musst du aber nicht — für die Meldung an den Meldekopf reicht die Stärke. Das fertige PDF folgt dem gewohnten Papier-Layout und lässt sich unverändert in den Papierlauf geben; welche Felder der Bogen enthält, zeigt die Übersicht über Vorlage und Aufbau.

Übergabe ohne Netz: der QR-Code

Auf der letzten Seite des PDF sitzt ein QR-Code, der den kompletten Bogen enthält — nicht bloß einen Link. Der Meldekopf scannt ihn und hat alle Daten im eigenen Gerät, ganz ohne Internet, Server oder Kopplung der Geräte. Wie ein Meldekopf oder Bereitstellungsraum damit ganze Verbände erfasst und Stärken laufend summiert, beschreibt die Seite Meldekopf digital.

Digitaler Einheiten-Erfassungsbogen für das THW: ausgefüllter Bogen einer Bergungsgruppe mit taktischem Zeichen, Stärke 0/2/6/8, OV-Angaben und Einsatzauftrag in der Gesamtübersicht.
Ein ausgefüllter Bogen in der App: Bergungsgruppe mit taktischem Zeichen, Stärke und OV-Angaben — bereit zur Übergabe per QR-Code, PDF oder Link.

Typischer Ablauf im Ortsverband

  1. Wähle Ortsverband und Einheit — Zeichen, Fahrzeuge und Funkrufnamen stehen.
  2. Mustere: streiche, wer und was heute nicht ausrückt; prüfe die Stärke.
  3. Benenne den Einsatz: Stichwort, Auftrag, Meldekopf, Eintreffzeit.
  4. Drucke das PDF — oder lass den QR-Code direkt vom Bildschirm scannen.
THW-Einsatzkräfte beim Hochwassereinsatz am Herrenteich in Reinfeld 2010.
THW im Hochwassereinsatz am Herrenteich, Reinfeld 2010. Foto: Thiemo Schuff, Lizenz CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons.

Wo Namen und Erreichbarkeiten bleiben

Die Personendaten deiner Einsatzkräfte stehen im lokalen Speicher deines Geräts: kein Server, kein Konto, keine Cloud. Ein Bogen verlässt das Gerät nur, wenn du ihn selbst weitergibst — als PDF, als Datei, als QR-Code oder als Link. Welche Einträge gespeichert werden und welche Verbindungen die Anwendung von sich aus aufbaut, ist unter Open Source und Datenschutz vollständig aufgeführt.

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Häufige Fragen zum THW

Wo bleiben die Personendaten der Einsatzkräfte?

Auf deinem Gerät. Es gibt keinen Server, keine Cloud und keine Konten; weitergegeben wird nur, was du selbst als PDF, Datei, QR-Code oder Link übergibst — nachzulesen in der Datenschutzerklärung. Namen sind ohnehin optional: Für die Stärkemeldung genügen die Zahlen.

Was sage ich unserem Datenschutzbeauftragten?

Am besten die beiden Seiten, die er ohnehin sehen will: Die Datenschutzerklärung nennt Verantwortlichen, Rechtsgrundlagen und Betroffenenrechte, Open Source und Technik führt jeden Speicherort und jede Verbindung der Anwendung einzeln auf. Kurzfassung: Bogendaten bleiben im lokalen Speicher des Geräts; für die Geräte selbst und die dort gespeicherten Daten ist die einsetzende Stelle verantwortlich.

Was ist, wenn meine Einheit von der StAN abweicht?

Die Vorbelegung ist ein Startpunkt, kein Zwang: Du kannst jedes Feld ändern, Fahrzeuge streichen oder ergänzen — und den angepassten Bogen als eigene Vorlage speichern.

Funktioniert das auch im Funkloch?

Ja. Nach dem ersten Aufruf arbeitet die Web-App offline weiter; die Übergabe per QR-Code braucht ohnehin keine Verbindung. Für Windows, macOS, Linux und Android gibt es zusätzlich installierbare Apps.

Was kostet die App und braucht sie ein Konto?

Nichts, und nein. Die App ist freie Software unter der EUPL-1.2 — kostenlos, ohne Konto, ohne Bezahlschranke und ohne Werbung; der Quellcode liegt offen auf GitHub.

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