THW Einheiten-Erfassungsbogen digital ausfüllen
Rückt ein Ortsverband zum Einsatz aus, will die Führungsstelle als Erstes wissen: Wer ist da, mit welcher Stärke, mit welchen Fahrzeugen, was wird gebraucht? Genau das hält der THW-Erfassungsbogen fest — und diese App ist das kostenlose Werkzeug, um ihn digital auszufüllen: Du erfasst die Stärkemeldung, die Fahrzeuge mit ihren Funkrufnamen und den Einsatzauftrag am Bildschirm statt auf der Motorhaube, druckst daraus ein PDF im gewohnten Layout und gibst den Bogen am Meldekopf per QR-Code weiter — offline, ohne Anmeldung.
Der Einheiten-Erfassungsbogen — häufig auch zusammengeschrieben als Einheitenerfassungsbogen bezeichnet — dient der strukturierten Erfassung von Einheiten, Stärke und Einsatzmitteln. Welche Felder er enthält und wie er aufgebaut ist, zeigt der THW-Erfassungsbogen als Vorlage; wie die einzelnen Bögen anschließend zusammenlaufen, beschreibt die Kräfteerfassung am Meldekopf. Zugeschnitten ist die App auf das THW mit seinen Ortsverbänden, Zügen und Fachgruppen — und gebaut für den Fall, dass am Bereitstellungsraum weder WLAN noch Mobilfunk verfügbar sind.
Vorbelegt statt abgetippt: StAN, Funkrufnamen, Fachgruppen
Der größte Zeitfresser beim Ausfüllen ist das Abtippen dessen, was ohnehin feststeht. Deshalb bringt die App Vorbelegungen für das THW mit — du bestätigst, statt zu tippen:
- Ortsverband aus dem Verzeichnis — tippe OV-Namen oder Kürzel („OODE"), und Name, Kürzel, Telefon und E-Mail stehen im Bogen. Wo die Zuordnung bekannt ist, füllt die App Regionalstelle und Landesverband gleich mit. Hinterlegt sind rund 670 Ortsverbände.
- Einheitstyp mit taktischem Zeichen — Zugtrupp, Bergungsgruppe und die Fachgruppen stehen als Vokabular bereit; das passende taktische Zeichen erscheint in der Oberfläche und später im PDF, neben jedem Fahrzeug ebenso.
- Fahrzeuge nach StAN — für die meisten Einheitstypen sind die Fahrzeuge aus der Stärke- und Ausstattungsnachweisung bereits eingetragen; du streichst oder ergänzt nur, was heute tatsächlich abweicht.
- Sollplätze nach StAN — mit dem Einheitstyp legt die App auch die Personalplätze an: Führungs- und Unterführungsfunktionen benannt, die Fachhelferplätze als leere Karten. Du hakst ab, wer heute dabei ist, statt die Gliederung neu aufzubauen.
- Funkrufnamen nach Taschenkarte — Kennwort „Heros", dazu die Teileinheit-Kennzahl aus dem Einheitstyp und die Fahrzeug-Kennzahl aus der StAN-Vorbelegung: „Heros <OV> 22/51" steht, ohne dass du die Zahlen nachschlägst. Anhänger und Nicht-Funkstellen bleiben folgerichtig ohne Funkrufnamen; beim zweiten Technischen Zug korrigierst du die erste Zahl im Feld.
- Über 100 Beispielbögen — vom Zugtrupp bis zu den Fachgruppen liegen fertige Bögen bei (in der App unter „Beispielbögen"), die du lädst und auf deine eigene Einheit anpasst.
Einen einmal ausgefüllten Bogen speicherst du als eigene Vorlage. Beim nächsten Einsatz oder zur Übung musterst du nur noch: Wer nicht mitfährt, wird gestrichen — der Rest stimmt schon.
Wie das für eine einzelne Teileinheit konkret aussieht — Stärke, Typen, Einsatzmittel und Funkrufname im Detail —, zeigen die Seiten zur Fachgruppe Räumen, zur Fachgruppe Notversorgung/Notinstandsetzung und zur Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen.
Stärkemeldung in gewohnter Form
Die Stärke wird gezählt, wie sie gemeldet wird: Führer, Unterführer, Mannschaft, Gesamt. Namen und Funktionen kannst du erfassen, musst du aber nicht — für die Meldung an den Meldekopf reicht die Stärke. Das fertige PDF folgt dem gewohnten Papier-Layout und lässt sich unverändert in den Papierlauf geben; welche Felder der Bogen enthält, zeigt die Übersicht über Vorlage und Aufbau.
Übergabe ohne Netz: der QR-Code
Auf der letzten Seite des PDF sitzt ein QR-Code, der den kompletten Bogen enthält — nicht bloß einen Link. Der Meldekopf scannt ihn und hat alle Daten im eigenen Gerät, ganz ohne Internet, Server oder Kopplung der Geräte. Wie ein Meldekopf oder Bereitstellungsraum damit ganze Verbände erfasst und Stärken laufend summiert, beschreibt die Seite Meldekopf digital.
Typischer Ablauf im Ortsverband
- Wähle Ortsverband und Einheit — Zeichen, Fahrzeuge und Funkrufnamen stehen.
- Mustere: streiche, wer und was heute nicht ausrückt; prüfe die Stärke.
- Benenne den Einsatz: Stichwort, Auftrag, Meldekopf, Eintreffzeit.
- Drucke das PDF — oder lass den QR-Code direkt vom Bildschirm scannen.
Wo Namen und Erreichbarkeiten bleiben
Die Personendaten deiner Einsatzkräfte stehen im lokalen Speicher deines Geräts: kein Server, kein Konto, keine Cloud. Ein Bogen verlässt das Gerät nur, wenn du ihn selbst weitergibst — als PDF, als Datei, als QR-Code oder als Link. Welche Einträge gespeichert werden und welche Verbindungen die Anwendung von sich aus aufbaut, ist unter Open Source und Datenschutz vollständig aufgeführt.
Häufige Fragen zum THW
Wo bleiben die Personendaten der Einsatzkräfte?
Auf deinem Gerät. Es gibt keinen Server, keine Cloud und keine Konten; weitergegeben wird nur, was du selbst als PDF, Datei, QR-Code oder Link übergibst — nachzulesen in der Datenschutzerklärung. Namen sind ohnehin optional: Für die Stärkemeldung genügen die Zahlen.
Was sage ich unserem Datenschutzbeauftragten?
Am besten die beiden Seiten, die er ohnehin sehen will: Die Datenschutzerklärung nennt Verantwortlichen, Rechtsgrundlagen und Betroffenenrechte, Open Source und Technik führt jeden Speicherort und jede Verbindung der Anwendung einzeln auf. Kurzfassung: Bogendaten bleiben im lokalen Speicher des Geräts; für die Geräte selbst und die dort gespeicherten Daten ist die einsetzende Stelle verantwortlich.
Was ist, wenn meine Einheit von der StAN abweicht?
Die Vorbelegung ist ein Startpunkt, kein Zwang: Du kannst jedes Feld ändern, Fahrzeuge streichen oder ergänzen — und den angepassten Bogen als eigene Vorlage speichern.
Funktioniert das auch im Funkloch?
Ja. Nach dem ersten Aufruf arbeitet die Web-App offline weiter; die Übergabe per QR-Code braucht ohnehin keine Verbindung. Für Windows, macOS, Linux und Android gibt es zusätzlich installierbare Apps.
Was kostet die App und braucht sie ein Konto?
Nichts, und nein. Die App ist freie Software unter der EUPL-1.2 — kostenlos, ohne Konto, ohne Bezahlschranke und ohne Werbung; der Quellcode liegt offen auf GitHub.
Kostenlos, ohne Anmeldung, alle Daten bleiben auf deinem Gerät.