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Einheiten-Erfassungsbogen: Anleitung und häufige Fragen

Der Einheiten-Erfassungsbogen hält fest, wer mit welcher Stärke, welchen Fahrzeugen und welchem Sofortbedarf im Einsatz eingetroffen ist. Diese App ist das kostenlose Online-Tool für genau diesen Bogen — eine Web-App zur digitalen Stärkemeldung und Einsatzdokumentation für alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) und die Hilfsorganisationen: Feuerwehr, THW, Polizei, DRK, Johanniter, Malteser, ASB, DLRG, Bundeswehr und weitere. Sie läuft im Browser, ohne Anmeldung und ohne Server; alle Eingaben bleiben auf deinem Gerät.

Bogen jetzt ausfüllen

Für deine Organisation gibt es eigene Einstiege mit Vorbelegungen und Beispielbögen: THW, Feuerwehr, DLRG, DRK, Johanniter, Malteser, ASB und der Katastrophenschutz der Länder; für Führungsstellen die Seite Meldekopf digital. Wer noch abwägt, findet den Vergleich Papier oder digital?

Startseite des Einheiten-Erfassungsbogens: die Schaltflächen „Neuen Bogen erstellen“, „QR-Code scannen“ und „Aus Datei laden“ sowie die Einsatz-Sammlung für den Meldekopf.
Die Startseite: neuen Bogen anlegen, einen fremden Bogen per QR-Code einlesen oder eine Einsatz-Sammlung für den Meldekopf eröffnen.

Bogen erstellen

  1. Einheit angeben. Trag Organisation, Einheit und Standort ein — für viele Einheiten gibt es fertige Vorbelegungen (THW-Ortsverbände samt StAN-Fahrzeugen, Feuerwehr, DLRG sowie die Katastrophenschutz-Einheiten mehrerer Bundesländer), sodass du nur noch anpasst statt zu tippen.
  2. Einsatz benennen. Einsatzstichwort, Auftrag, Meldekopf und Zeitpunkt des Eintreffens.
  3. Personal erfassen. Die Stärke zählt die App in der gewohnten Form Führer / Unterführer / Mannschaft / Gesamt; Namen und Funktionen kannst du angeben, brauchst du aber nicht.
  4. Fahrzeuge und Sofortbedarf. Fahrzeuge mit Funkrufname und Kennzeichen, dazu der unmittelbare Bedarf an Verpflegung, Unterkunft, Kraftstoff oder Material.
  5. Drucken oder weitergeben. Die App erzeugt das PDF im gewohnten Papier-Layout. Auf der letzten Seite steht ein QR-Code, der den kompletten Bogen enthält.

In der Gesamtübersicht kannst du jeden Schritt nachbearbeiten; deinen Entwurf sichert die App laufend auf dem Gerät — ein versehentlich geschlossener Browser-Tab kostet dich also keine Arbeit.

Bogen drucken

Am Ende der Gesamtübersicht steht „PDF erzeugen“. Das PDF folgt dem Aufbau des gewohnten Papierbogens, damit der Ausdruck in bestehende Meldewege passt; wie ein leerer Bogen aussieht, zeigt die Seite Vorlage und Aufbau des Bogens.

Auf der letzten Seite steht der QR-Code mit dem kompletten Bogeninhalt. Ein Ausdruck ist damit zugleich Datenträger: Die Gegenstelle liest ihn vom Papier ein und hat den Bogen im Gerät, ohne etwas abzutippen — auch dann, wenn am Meldekopf kein Netz steht. Gehört der Bogen zu einer Übung, ist das im Ausdruck sichtbar gekennzeichnet und kann am Meldekopf nicht versehentlich zur Lage gezählt werden.

Neben dem PDF gibt dieselbe Ansicht den Bogen als Datei und als Link aus, für Führungsstellen zusätzlich als CSV-Tabelle und als Excel-Liste im Format „Oldenburg“. Gedruckt wird das PDF aus dem Programm, mit dem du PDFs ohnehin öffnest — die App bringt keinen eigenen Druckweg mit.

Bogen scannen

Der QR-Code auf dem PDF enthält nicht bloß einen Link auf eine Serverkopie, sondern den vollständigen Bogen in komprimierter Form. Scannst du ihn mit der App, hast du den Bogen sofort im Gerät — ohne Netz, ohne Kopplung der Geräte, ohne dass irgendwo dazwischen ein Server steht. Für lange Bögen teilt die App den Code automatisch auf mehrere Teil-Codes auf. Scannst du denselben Code mit der normalen Handykamera, öffnet sich die Web-App (oder, wenn installiert, die App selbst) und der Bogen ist ebenfalls da. Optional versiehst du einen Bogen mit einer Ed25519-Signatur, damit die Gegenstelle die Herkunft prüfen kann.

Der Einheiten-Erfassungsbogen auf dem Telefon: dieselbe Startseite im schmalen Layout, mit „Neuen Bogen erstellen“ und „QR-Code scannen“ untereinander.
Auf dem Telefon läuft dieselbe App — du fügst sie zum Home-Bildschirm hinzu, danach arbeitet sie ohne Netz weiter.

USB-Handscanner am PC einrichten

An einem Rechner ohne Kamera liest ein USB-Handscanner die Bögen ein. Er braucht keine Installation: Öffne in der App „QR-Code scannen…“ und löse am Scanner aus — das Fenster nimmt den Code direkt an, ein Klick in ein Eingabefeld ist nicht nötig. Der Scanner muss den Code mit Enter abschließen; das ist bei fast allen Geräten die Werkseinstellung.

Handscanner melden sich als Tastatur an und senden Tastenpositionen, keine Zeichen. Steht der Scanner auf US-Belegung — Werkseinstellung vieler Geräte — und der Rechner auf Deutsch, kommt der Bogen deshalb verdreht an: httpsÖ--erfassungsbogen.app-§B.… statt https://erfassungsbogen.app/#B.…. Die App rechnet das selbständig zurück und liest den Bogen trotzdem. Dauerhaft behoben ist es erst am Gerät — und dann tippt der Scanner auch in jedem anderen Programm wieder richtig.

Datalogic (Gryphon, QuickScan, Heron)

Nacheinander scannen: erst den Programmiermodus, dann die Belegung, dann wieder den Programmiermodus zum Verlassen.

Data-Matrix-Code mit dem Datalogic-Befehl Dollarzeichen P: Programmiermodus aufrufen und verlassen.
1. und 3.: Programmiermodus aufrufen bzw. verlassen
Data-Matrix-Code mit dem Datalogic-Befehl für den Ländermodus Deutschland.
2.: Tastaturbelegung Deutschland

Geht am Scanner etwas schief oder wurde vorher anderes eingestellt, setzt dieser Code ihn auf die Werkseinstellung zurück. Er wird einzeln gescannt — Programmiermodus braucht es dafür nicht. Danach steht die Belegung wieder auf USA, der Deutschland-Code gehört also hinterher.

Data-Matrix-Code mit dem Datalogic-Befehl zum Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen.
Auf Werkseinstellung zurücksetzen

Die Codes sind selbst erzeugt und tragen genau die Befehle, die für die Belegung und den Rückweg nötig sind — sonst wird am Scanner nichts verstellt. Weitere Geräte kommen hier dazu, sobald ihre Codes an einem Exemplar geprüft sind; bei anderen Herstellern heißt dieselbe Einstellung „Keyboard Country“, „Country Code“ oder „Keyboard Language“.

Bogensammlung anlegen (Meldekopf)

Trifft eine Einheit ohne Bogen ein, erfasst du sie am Tablet in wenigen Minuten — Stärke, Führungskraft, Fahrzeuge, fertig. Bringt sie einen QR-Code mit, genügt ein Scan. Alle eintreffenden Einheiten kannst du unter einem Einsatz sammeln: Die App zählt Stärke und Bedarf über alle anwesenden Einheiten laufend zusammen, bildet Zwischensummen je Zug, merkt sich tägliche Neumeldungen als Historie und gibt alles als Sammel-PDF oder Datei an die nächste Führungsstelle weiter. Das eignet sich ebenso für Zug- und Verbandsführer, die ihre Einheiten gebündelt weitermelden.

Bei größeren Lagen wird die Einheitenliste selbst zum Suchproblem. Du kannst sie daher durchsuchen (Einheit, Organisation, Ort, Zug, Kennzeichen), umsortieren — und nach Qualifikation filtern: „wer hat mir Atemschutzgeräteträger gemeldet?“ zeigt die passenden Einheiten samt Namen. Die Summen des Einsatzes bleiben davon unberührt; sie zählen weiterhin alle anwesenden Einheiten.

Eigene Vorlagen und Beispielbögen

Einen einmal ausgefüllten Bogen sicherst du als Vorlage und rufst ihn beim nächsten Einsatz in Sekunden wieder auf — anpassen musst du dann nur noch, was sich geändert hat. Willst du nicht bei null anfangen, findest du in der Fußzeile unter „Beispielbögen“ fertige Bögen für THW-Fachgruppen, Feuerwehr, DLRG und die Katastrophenschutz-Einheiten der Länder Niedersachsen, Sachsen, Brandenburg und Thüringen.

Auf welchen Geräten läuft die App?

GerätNutzung
Browser (alle Plattformen)erfassungsbogen.app — ohne Installation; nach dem ersten Aufruf auch offline
Windows, macOS, LinuxInstallierbare Desktop-App über die Releases
AndroidAPK über die Releases oder als installierbare Web-App (PWA)
iPhone, iPadÜber Safari zum Home-Bildschirm hinzufügen

Technische Daten

MerkmalDetails
KostenKostenlos — keine Konten, keine Bezahlschranke, keine Werbung
LizenzOpen Source unter EUPL-1.2 (Europäische Union Public Licence)
OfflineOffline-first: nach dem ersten Aufruf ohne Internet nutzbar (PWA); Desktop- und Android-Apps von vornherein
RegistrierungKeine — die App startet direkt
DatenhaltungAusschließlich lokal auf dem Gerät; kein Server, keine Cloud
ÜbergabeQR-Code (kompletter Bogen im Code), Datei, PDF
ExportPDF im Papier-Layout, Bogen-Datei, CSV der Einsatz-Sammlung
BackupAlle lokalen Daten als eine Datei sichern und wieder einspielen
SignaturOptionale Ed25519-Signatur zur Herkunftsprüfung übergebener Bögen
PlattformenBrowser (alle Systeme), Windows, macOS, Linux, Android; iPhone/iPad über Safari („Zum Home-Bildschirm")

Häufige Fragen zur App

Wo bleiben die eingegebenen Daten?

Auf deinem Gerät. Es gibt keinen Server, keine Cloud und keine Konten; weitergegeben wird nur, was du selbst als PDF, Datei, QR-Code oder Link übergibst — nachzulesen in der Datenschutzerklärung. Namen sind ohnehin optional: Für die Stärkemeldung genügen die Zahlen.

Was kostet die App?

Nichts. Die App ist freie Software unter der EUPL-1.2 — kostenlos, ohne Konto, ohne Bezahlschranke und ohne Werbung; der Quellcode liegt offen auf GitHub.

Brauche ich eine Anmeldung oder eine Internetverbindung?

Nein. Es gibt keine Registrierung. Du musst die Seite einmal laden; danach arbeitet sie offline weiter, weil sie sich als Web-App in deinem Gerät ablegt. Die installierten Apps brauchen von vornherein kein Netz.

Wie kommt ein Bogen ohne Netz auf ein anderes Gerät?

Über den QR-Code auf der letzten PDF-Seite oder auf dem Bildschirm: Er trägt den kompletten Bogen in sich. Das empfangende Gerät scannt ihn und hat den Bogen — ganz ohne Verbindung zwischen den Geräten. Alternativ sicherst du den Bogen als Datei und überträgst ihn so.

Wie sammelt ein Meldekopf mehrere Einheiten?

Eintreffende Einheiten erfasst du per QR-Scan, aus Datei oder am Tablet von Hand und sammelst sie unter einem Einsatz. Die App zählt Stärke und Bedarf über alle anwesenden Einheiten laufend zusammen, bildet Zwischensummen je Zug und gibt alles als Sammel-PDF oder Datei an die nächste Führungsstelle weiter — mehr dazu auf der Seite Meldekopf digital.

Passt der Ausdruck zum gewohnten Papierformular?

Ja, das PDF folgt dem bekannten Papier-Layout des Einheiten-Erfassungsbogens, du kannst es unverändert in den Papierlauf geben. Fahrzeuge erscheinen mit ihrem taktischen Zeichen nach DV 102.

Aus demselben Projektumfeld

Vom selben Autor stammt sprechfunk-uebung.de, der Sprechfunk-Übungsgenerator für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz: Er verteilt vorgefertigte Funksprüche auf die Teilnehmer mit ihren Funkrufnamen und gibt Meldevordruck und Nachrichtenvordruck als PDF zum Ausdrucken heraus; eigene Funksprüche lassen sich hochladen. Während der Übung zeigt eine Ansicht für die Übungsleitung Laufzeit, Fortschritt und Funklast live an. Auch dieses Tool ist kostenlos, ohne Anmeldung nutzbar und als Open Source unter der EUPL-1.2 veröffentlicht (wattnpapa/sprechfunk-uebung). Beides greift ineinander: Der Funkverkehr entsteht dort, die Kräfte dazu erfasst dieser Bogen — als Übung gekennzeichnet wird er in Schritt 2.

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